Schüleraustausch

Schüleraustausch mit Frankreich

Schüleraustausch mit Frankreich
Schüleraustausch mit Frankreich
Schüleraustausch mit Frankreich

Seit Anfang der 80er Jahre findet ein Austausch zwischen der Ernst-Heinkel-Realschule und dem Collège Rollon in Gournay en Bray statt. Die nordfranzösische Gemeinde ist seit 25 Jahren die Partnerstadt Remshaldens und liegt im Osten der Normandie im Departement Seine-Maritime, ca. 50 km östlich von Rouen und 90 km nordwestlich von Paris.

In der Regel kommen französische Schülerinnen und Schüler im Herbst eine Woche nach Remshalden, der Gegenbesuch der Deutschen erfolgt im Frühjahr. Die Schülerinnen und Schüler erleben dort französischen Alltag, Schule, Ausflüge in die Umgebung, ans Meer oder nach Paris.

Unsere Schülerinnen und Schüler können somit die im Unterricht erworbene Sprachkompetenz in der Alltagskultur unserer Nachbarn angemessen anwenden.

Im Juli fährt eine Schülerdelegation zum jährlich stattfindenden, mehrtägigen St. Clair Fest nach Gournay und nimmt am großen Festumzug teil.

Schüleraustausch mit Étyek (Ungarn)

Die knapp 4.000 Einwohner zählende Gemeinde liegt 28 km von der Hauptstadt Budapest entfernt.

Die beiden Gemeinden verbinden insbesondere zahlreiche Menschen, die Etyek nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen mussten und im 900 km entfernten Remshalden eine neue Heimat fanden. Noch heute sind etwa 17 Prozent der Einwohner Etyeks Deutsche. Die langjährigen privaten, teilweise familiären Kontakte zwischen Etyeker und Remshaldener Bürgern, die gemeinsam mit dem Verein der Etyeker Deutschen gepflegt werden, mündeten schließlich in eine offizielle Partnerschaft, die im August 1994 in Remshalden und im Oktober 1995 in Etyek besiegelt wurde. (aus: www.remshalden.de)

In der Folge entwickelte sich der Schüleraustausch der EHR mit der Étyeker Schule. Diese hat den Status einer sogenannten Nationalitätengrundschule. In Ungarn gibt es die einheitliche achtjährige Grundschule für alle. Das Besondere in Étyek ist, das ab der 1. Klasse das Fach Deutsch unterrichtet wird. Dadurch erfüllt unser Schüleraustausch nicht nur das allgemeine Ziel der Begegnung Jugendlicher beider Gemeinden, sondern ermöglicht auch Étyeker Schülerinnen und Schülern ihre Deutschkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen.

Jedes Schuljahr werden in Étyek 6 Schüler/-innen der 7. Klassen im Lauf eines Deutsch-Wettbewerbes ausgewählt, für die wir dann die Gastgeberfamilien in unseren 7. Klassen suchen. Wir empfangen dann jeweils im April des 7. Schuljahres unsere ungarischen Gäste zu einem einwöchigen Aufenthalt. Neben der Teilnahme am Unterricht ihrer Gastgeber/-innen steht immer der Empfang im Rathaus durch unseren Bürgermeister und ein ganztägiger Ausflug auf dem Programm.
Unser Gegenbesuch findet dann am Anfang der 8. Klasse im Oktober statt. 

Schüleraustausch Etyek 2016

Nachdem die Etyeker im Frühjahr in Remshalden gewesen waren, reisten nun Schülerinnen und Schüler der EHR mit Lehrer U. Aupperle und B. Meyer-Riedel, Vorstandsmitglied und Vertreterin für Étyek im Partnerschaftskomitee Remshalden, zum Gegenbesuch nach Ungarn. Groß war die Wiedersehensfreude nach der Zugankunft am Samstag in Budapest-Kelenföld. Den Sonntag verbrachten alle mit Ausflugsprogrammen ihrer Gastgeber.

Von Montag bis Freitag wurden einige Unterrichtsstunden, vor allem Deutsch, in verschiedenen Klassen der Schule besucht. In der Jugendkunstschule gab es eine Kreativstunde mit Herstellung von Schmuck aus Recyclingmaterial. Die Jugendmusikschule bot wieder ungarischen Volkstanz; auch zum Mitmachen, was manche etwas Überwindung kostete, aber dann ganz gut klappte. Zum reichhaltigen außerschulischen Programm gehörte unter anderem eine Führung im Korda-Filmstudio, der Besuch beim Bürgermeisters im Rathaus, sowie im Schwäbischen Heimatmuseum des Vereins der Étyeker Deutschen. Zu den Höhepunkten gehörte die „Csokoládémühely Etyek“, eine handwerkliche Schokoladenmanufaktur, wo die Verarbeitung der Schokolade gezeigt wurde und alle viel Freude beim selber Herstellen kleiner „Kunstwerke“ aus Schokolade hatten. Und natürlich ein Ausflug nach Budapest, wo an der Donau das weltbekannte Gebäude des Parlaments zu sehen war. Einen ganz besonderen Eindruck hinterließ „Láthatlan Kiállitás – die unsichtbare Ausstellung“, die im Millénaris Park der Hauptstadt zu sehen ist. Unter der Führung einer blinden Person erlebt man ein einstündiges Abenteuer in völliger Dunkelheit. Die Schüler/-innen konnten dabei auch einiges über die Integration von Blinden lernen, z. B. wie Lesen und Schreiben mit Blindenschrift geht.

Und zum Abschluss gab es am Freitag eine fröhliche Party aller Beteiligten mit dem Genuss der typisch ungarischen Spezialität Langos. Mit einem guten Gefühl wertvoller Erfahrungen für ungarische und deutsche Jugendliche konnte man sich am Bahnhof von Kelenföld verabschieden. Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Etyeker und insbesondere an Deutschlehrerin Ágnes Jámbor, die alles plante und organisierte.

 

Ulrich Aupperle

Gegenbesuch in Etyek 2015

Gegenbesuch in Etyek 2015
Gegenbesuch in Etyek 2015
Gegenbesuch in Etyek 2015
Gegenbesuch in Etyek 2015
Gegenbesuch in Etyek 2015
Gegenbesuch in Etyek 2015
Gegenbesuch in Etyek 2015
 

Bericht…

Auch die organisatorischen Schwierigkeiten durch die Einstellung des Bahnverkehrs zwischen Salzburg und München (diese Strecke war lange im Voraus gebucht worden, mit Zugbindung und Platzreservierung) wegen des Zustroms der Flüchtlinge konnten uns nicht abhalten. Sechs Schülerinnen der Klasse 8b reisten in Begleitung von Lehrer Herr Aupperle und Frau Meyer-Riedel vom 10. bis 17. Oktober nach Étyek. Nach fast elfstündiger Bahnfahrt wurde die Gruppe am Samstagabend am Bahnhof Budapest-Kelenföld abgeholt und herzlich empfangen. Der Sonntag war Familientag, an dem manche schon die Hauptstadt Budapest zu sehen bekamen.

Von Montag bis Freitag lief ein vielseitig vorbereitetes Programm der Étyeker Schule, das leider wegen des sehr kalten und regnerischen Wetters nur mit Einschränkungen durchgeführt werden konnte. So konnte man den Étyeker Aussichtsturm vergessen und der Ausflug zum Hochseil-Kletterpark in Budakeszi musste abgesagt werden.

Außer am ganztägigen Ausflug nahmen unsere Schülerinnen täglich an ein bis zwei Deutschstunden teil. Das außerunterrichtliche Programm bestand montags aus einer Führung im Korda-Filmstudio von Étyek, wo insbesondere die Spezialeffekte und optischen Illusionen interessant waren. Sportlich unterhaltsam und ausnahmsweise nicht kalt war es am Nachmittag auf der Bowlingbahn. Der Tagesausflug am Dienstag führte zunächst nach Skanzen. Das größte Freilichtmuseum Ungarns liegt 25 km nördlich von Budapest in der Nähe der touristisch bedeutenden Barockstadt Szentendre. Die originalgetreu aufgebauten 100 bis 200 Jahre alten Bauernhäuser, Scheunen, Werkstätten und Kirchen stellen die Volksarchitektur, die Wohnkultur und die Lebensweise der verschiedenen Landesteile Ungarns dar. In einer Gerberwerkstätte aus dem 18. Jahrhundert konnte die Gruppe neben der Führung auch selber aktiv werden und Lederbändchen flechten. Auch hier forderte die Kälte ordentlich Durchhaltevermögen – schade. Anschließend wurde noch in Szentendre haltgemacht, wo ein Bummel durch das alte Städtchen angesagt war.

Am Mittwoch war der obligatorische Empfang im Rathaus und anschließend wurden alle zum Pizzaessen eingeladen. Etwa 1 km außerhalb von Étyek befindet sich „Étyek tej Ödön-Major“, ein landwirtschaftlicher Großbetrieb, der am Donnerstag besichtigt werden konnte, „natürlich“ wieder bei Schlechtwetter. Insgesamt etwa 2500 Rinder, davon werden über 900 Milchkühe gemolken, sind in den riesigen Ställen. Jede Woche werden mehrere Kälber geboren, die in ihren Boxen als „Streichelzoo“ für viel Aufmerksamkeit und Freude sorgten. Überall während der Führung trifft man auf Stolz auf die Leistungen dieses Betriebs bei der Milcherzeugung und der Hochleistungsviehzucht, aber so eine Massentierhaltung ist halt doch nicht jedermanns Sache. Beeindruckend ist aber auf jeden Fall die Selbstvermarktung, zu der auch die Herstellung von verschiedenen Sorten Käse und von Quarkschokoriegeln gehören. Mit einer leckeren Verkostung endete die Führung. Am Freitag stand der Besuch im Heimatmuseum der Étyeker Deutschen auf dem Programm. Ein kleiner Bestand ist nur übrig geblieben, der noch etwas zeigt vom Leben und von der Kultur der Ungarndeutschen, die bis zur Vertreibung im Jahr 1946 die Mehrheit in Edeck, wie das Dorf bis dahin hieß, bildeten. Zum Ausklang gab es eine lebhafte Schulparty von 17 bis 20 Uhr, wo unsere Mädchen mit Ethiker Schülerinnen und Schülern aus allen 5. bis 8. Klassen zusammenkommen konnten.

Die Ernst-Heinkel-Realschule freut sich, wieder einen Beitrag zur Pflege und Entwicklung der Partnerschaft beider Gemeinden geleistet zu haben. Und gleichzeitig beginnen schon wieder die Planungen für den Schüleraustausch 2016. 

Ulrich Aupperle

Austausch mit Etyek (Ungarn) 2014

Austausch mit Etyek (Ungarn) 2014
Austausch mit Etyek (Ungarn) 2014
Austausch mit Etyek (Ungarn) 2014
Austausch mit Etyek (Ungarn) 2014

Bericht…

Sechs Schülerinnen aus den 7. Klassen der EHR reisten in Begleitung von Lehrer Herr Aupperle und Frau Meyer-Riedel vom 11. bis 18. Oktober nach Étyek. Nach elfstündiger Bahnfahrt wurde die Gruppe am Samstagabend am Bahnhof Budapest-Kelenföld abgeholt und herzlich empfangen. Der Sonntag war Familientag, an dem manche schon die Hauptstadt Budapest zu sehen bekamen.

Von Montag bis Freitag bot die Étyeker Schule ein aufwendiges, sehr abwechslungsreiches Programm. Jeden Tag wurde zuerst eine Unterrichtsstunde besucht und dann eine Unternehmung gestartet. Ein Ausflug in die Barockstadt Szekesfehervar war sogar mit einem Blick in die innersten Räume – Saal und Privatkapelle – des Bischofspalastes verbunden. Dort konnte man auch die Bory-Burg erkunden – eine Fantasieburg, die sich der Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts erbauen ließ. Die Führung im Filmstudio auf dem Berg oberhalb von Étyek war dieses Mal leider oberflächlich und wenig informativ. Dafür gab es Action im Kletterwald und auf der Bowlingbahn.

Am Sonntag waren in Étyek Wahlen des Gemeinderats und des Bürgermeisters. Bürgermeister Garaguly wurde im Amt bestätigt. Er empfing die Austauschschülergruppe im Rathaus und informierte über die aktuelle Entwicklung seiner Gemeinde. Anschließend wurden alle zum Pizzaessen eingeladen. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch im Heimatmuseum der Étyeker Deutschen. Ein kleiner Bestand ist nur übrig geblieben, der noch etwas zeigt vom Leben und von der Kultur der Ungarndeutschen, die bis zur Vertreibung im Jahr 1946 die Mehrheit in Edeck, wie das Dorf bis dahin hieß, bildeten. Die Führung war aber sehr lebendig, bis hin zur Möglichkeit für die Mädchen alt-edecker Frauenkleidung anzuprobieren.

Ein Höhepunkt war natürlich der Ausflug nach Budapest. Ziel war die Buda-Burg, eine der touristischen Attraktionen. Hier befand sich die mittelalterliche Königsburg und -stadt. Von der berühmten Fischerbastei hat man einen einmaligen Blick auf die Donau und das gegenüberliegende heutige Zentrum der Stadt. Wichtige Zugabe war der „Shopping“-Bummel in einem großen Einkaufszentrum.

Im Laufe der Woche gab es natürlich auch in der Freizeit Gelegenheit für unsere Schülerinnen, die seit dem Besuch der Étyeker bei uns im Mai entstandenen Kontakte zu vertiefen. Wie intensiv sich die Freundschaften entwickelt hatten, bewiesen die reichlich fließenden Tränen beim Abschied am Samstagmorgen.

Die Bahnreise nach Hause wurde dieses Mal durch den Lokführerstreik „bereichert“. Der österreichische „Railjet“-Zug fuhr bis München. Würde es dann weitergehen? Der IC mit den reservierten Plätzen fiel tatsächlich aus. Mit nicht allzu großer Verspätung fand man schließlich Platz in einem überfüllten ICE. Stehend oder auf dem Boden sitzend ging es nach Stuttgart, wo Eltern zur Abholung am Bahnsteig warteten – es fuhren ja auch keine S-Bahnen.

Die Ernst-Heinkel-Realschule freut sich über ihren gelungenen Beitrag zur Pflege der Partnerschaft der Gemeinden. 

Ulrich Aupperle, Ernst-Heinkel-Realschule